Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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06. November 2025

Folter im Iran: Inhaftierter Christin wird medizinische Hilfe verweigert

Die Christen im Iran sind zunehmenden Verfolgungsmaßnahmen und Repressalien ausgesetzt. Immer mehr Christen werden allein wegen ihres Glaubens verhaftet. Wir setzen uns für die Freilassung aller Gefangenen ein, die allein deshalb in Haft sind, weil sie von ihrem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch machen.

Die Machthaber im Iran gehören zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Das Teheraner Regime verschärft die Unterdrückung der christlichen Minderheit und verletzt damit das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Von der Repression sind insbesondere ehemalige Muslime betroffen, die den christlichen Glauben angenommen haben. 

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Die Teheranerin Aida Najaflou (Bild) gehört zu den Christinnen, die allein wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die Mutter zweier Kinder wird seit Februar 2025 im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Die Regime-Justiz wirft der ehemaligen Muslima „Gefährdung der Staatsicherheit“ vor, weil sie den christlichen Glauben angenommen und sich mit anderen Christen in einer Hauskirche getroffen hat. Im Trakt 209 des Evin-Gefängnisses, der dem Regime-Geheimdienst untersteht, war sie über mehrere Wochen Isolationshaft und Verhören ausgesetzt. Aida Najaflou war bereits im Jahre 2022 wegen ihres Glaubens inhaftiert.

Unterlassung medizinischer Hilfe
Aida Najaflou leidet an einer rheumatischen Erkrankung. Ihr Gesundheitszustand hat sich während der Gefangenschaft erheblich verschlechtert. Am 2. November stürzte die Gefangene in ihrer Zelle und zog sich dabei eine schwere Verletzung an der Wirbelsäule zu. Sie wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht, wo die Wirbelsäulenfraktur festgestellt wurde. Die Ärzte erklärten, dass eine umgehende Operation mit anschließender Nachbehandlung notwendig sei. Dennoch wurde die Operation von der Gefängnisbehörde nicht zugelassen, und Aida Najaflou wurde in das Gefängnis zurückgebracht, obwohl sie nicht gehen kann und starke Schmerzen hat. 

Folter in den Gefängnissen des Teheraner Regimes: Medizinische Versorgung wird verweigert
Eine der grausamen Foltermethoden in den iranischen Gefängnissen ist, den Häftlingen absichtlich den Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung zu verweigern. Schwer erkrankte Gefangene werden auf diese Weise vorsätzlich in Lebensgefahr gebracht.

Folgende Praktiken, die die Gesundheit und das Leben der Gefangenen gefährden, nehmen zu: Dringend notwendige medizinische oder fachärztliche Behandlungen werden verzögert oder gänzlich verweigert. Die Ernsthaftigkeit von Erkrankungen wird heruntergespielt oder ignoriert. Es werden gewöhnliche Schmerz- oder Beruhigungsmittel verschrieben, ohne die zugrundeliegende Erkrankung zu behandeln. Medikamente werden zurückgehalten. Oft werden Gefangene, die im Krankenhaus sind oder aus Gesundheitsgründen freigelassen wurden, dazu gezwungen, die Behandlung zu unterbrechen und gegen ärztlichen Rat ins Gefängnis zurückzukehren.

Das Teheraner Regime ist völkerrechtlich verpflichtet, das Recht auf Leben aller Bürgerinnen und Bürger des Landes - auch der Gefangenen - zu schützen und das Recht auf angemessene medizinische Versorgung zu respektieren. Die vorsätzliche Unterlassung medizinischer Hilfe verstößt gegen das internationale Verbot der Folter.

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