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Bei den Massenprotesten für Freiheit und Demokratie im Iran stehen Frauen in vorderster Reihe. Immer häufiger werden sie zur Zielscheibe brutaler Unterdrückung. Wir rufen zu Solidarität und Unterstützung für die Aktivistinnen der Freiheitsbewegung auf, die sich mit großem Mut gegen das frauenfeindliche Regime im Iran stellen.

Die Volkserhebung gegen die islamistische Diktatur im Iran weitet sich aus. In den letzten Tagen haben immer mehr Menschen in verschiedenen Großstädten des Landes gegen das Regime protestiert. Große Protestmärsche gab es unter anderem in den Millionenmetropolen Teheran und Mashhad. Aktivistinnen der Freiheitsbewegung spielen bei der Organisierung und Durchführung der Proteste eine entscheidende Rolle.
Die Machthaber im Iran demonstrieren ihre extreme Frauenfeindlichkeit, indem sie mit äußerster Brutalität gegen die Frauen vorgehen, die sich gegen die Diktatur stellen. In den letzten Jahrzehnten haben tausende Iranerinnen ihren Einsatz für Demokratie und Frauenrechte mit dem Leben bezahlt. In keinem anderen Land wurden so viele Frauen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wie im Iran. Auch bei den aktuellen Protesten werden Frauen zur Zielscheibe brutaler Repression. Hier Beispiele:

Die 40-jährige Akram Peargazi (Bild), Mutter zweiter Töchter, wurde am 7. Januar bei einer friedlichen Protestkundgebung in Neyshabur (Nordost-Iran) von Regime-Gardisten in den Unterleib geschossen und starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus.

Die 22-jährige Saghar Etemadi (Bild) erlitt schwere Kopfverletzungen als Regime-Milizen in der Stadt Farsan (Westiran) mit Schrot-Gewehren auf Demonstranten schossen. Sie kämpft in einem Krankenhaus um ihr Leben.
Viele Studentinnen wirken aktiv an den Protesten mit. Deshalb werden Studentinnen-Wohnheime immer wieder von Regime-Gardisten gestürmt, mit dem Ziel, die Bewohnerinnen in die Gefängnisse zu verschleppen. Auch während der Protestkundgebungen werden zunehmend junge Frauen verhaftet. Hier Beispiele:

Verhaftet in der nordostiranischen Provinzhauptstadt Mashhad: Yekta Dorzadeh, Hasti Karimi, Raheleh Zardkouhi und Elham Gharakhani (im Bild v.l.n.r.)

Verhaftet im West- und Südiran: Mahsa Zarei, Fariba Hosseini, Nahid Sahabi und Zahra Izadinia (im Bild v.l.n.r.)
Wir rufen zu Solidarität und Unterstützung für die Aktivistinnen der Freiheitsbewegung auf, die sich mit großem Mut gegen das frauenfeindliche Regime im Iran stellen.