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Volker Türk zur Lage im Iran: "Mehrere Hinrichtungen wurden öffentlich vollstreckt. Einige fanden nur wenige Wochen nach der Festnahme statt. Zwölf Angeklagte wurden Berichten zufolge nach einer einzigen, dreistündigen Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum Tode verurteilt."

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat am 5. August in einer offiziellen Stellungnahme erklärt: „Ich bin zutiefst besorgt über den Anstieg der Hinrichtungen und Todesurteile im Iran seit März sowie darüber, dass die Todesstrafe weiterhin eingesetzt wird, um Angst in der Bevölkerung zu schüren und abweichende Meinungen zu unterdrücken.“
Der Leiter des UN-Menschenrechtsbüros forderte das iranische Regime nachdrücklich auf, alle Hinrichtungen umgehend zu stoppen und Schritte zur Abschaffung der Todesstrafe einzuleiten. Seit dem 19. März 2026 seien im Iran mindestens 56 Menschen aufgrund von Vorwürfen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit hingerichtet worden, darunter 27 Personen in Fällen, die mit den Protesten zu Jahresbeginn in Verbindung stehen. Über 100 weitere Menschen seien aufgrund ähnlicher Vorwürfe in Hinrichtungsgefahr.
Volker Türk erklärte weiter: „Das anhaltende Fehlen fairer und rechtsstaatlicher Gerichtsverfahren ist zutiefst besorgniserregend. Geständnisse wurden Berichten zufolge unter Folter und anderen Misshandlungen erzwungen. Mehrere Hinrichtungen wurden Berichten zufolge öffentlich vollstreckt. Einige fanden nur wenige Wochen nach der Festnahme statt. Zwölf Angeklagte wurden Berichten zufolge nach einer einzigen, dreistündigen Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum Tode verurteilt.“
„Die Todesstrafe ist mit dem Recht auf Leben unvereinbar und widerspricht der Menschenwürde. Eine solche Strafe hat in unserer Welt keinen Platz“, betonte der UN-Menschenrechtskommissar.
Wie hier in Paris protestieren Exiliraner und Menschenrechtler in ganz Europa mit Mahnwachen gegen die Hinrichtungen im Iran und rufen die Weltgemeinschaft zu wirksamen Maßnahmen gegen die Menschenrechtsverletzungen des Teheraner Regimes auf.
Der Europäische Rat hat das iranische Regime erneut aufgefordert, die Gewalt und die Repressionen gegen seine eigene Bevölkerung einzustellen. Er forderte die Achtung der universellen Menschenrechte und Grundfreiheiten der iranischen Bevölkerung, einschließlich des Rechts, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden.
Menschenrechtsermittler der Vereinten Nationen warnen davor, dass die Regime-Justiz im Iran die Verfahren gegen verhaftete Demonstranten beschleunigt und in Kürze weitere Todesurteile und Hinrichtungen drohen, die im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten gegen die Diktatur stehen.
Die Christen im Iran sind zunehmend Festnahmen, Inhaftierungen und Misshandlungen ausgesetzt. Zu den Repressionsmaßnahmen des Regimes gehören auch Drohungen und Einschüchterungsversuche gegen Kirchengemeinden sowie die Schließung und Beschlagnahmung von Kirchen.