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Die Europäische Union hat das wichtigste Unterdrückungsorgan des iranischen Regimes am 29. Januar als Terrororganisation eingestuft. Menschenrechtsgruppen haben sich seit Jahren dafür eingesetzt und werten die nun erfolgte Terror-Listung der Revolutionsgarden als einen außerordentlich wichtigen Fortschritt beim Einsatz für die Menschenrechte im Iran.

Zu diesem bedeutsamen Beschluss erklärte Bundesaußenminister Johann Wadephul in einer Pressemitteilung vom 29.01.2026:
„Die Europäische Union stuft die iranischen Revolutionsgarden künftig endlich als das ein, was sie sind: nämlich als Terrororganisation. Diese heute getroffene Entscheidung ist ein starkes politisches Signal – und ein überfälliges.
Damit zeigen wir als EU: Wir sehen, was in Iran geschieht. Wir stellen uns an die Seite der Iranerinnen und Iraner. Wir stehen für Menschlichkeit ein - und gegen Unterdrückung.
Als nächstes geht es jetzt um die zügige Umsetzung hin zur rechtskräftigen Listung.
Die iranischen Revolutionsgarden und ihre Hilfstruppen sind die Häscher des iranischen Regimes. Sie sind es, die mit unermesslicher Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vorgehen, die ihre eigenen Menschen regelrecht hingerichtet haben, weil sie es wagten, ihre Stimme auf der Straße zu erheben. Sie verantworten die destabilisierende Rolle, die Iran in der Region spielt. Sie stecken hinter Anschlagsversuchen hier bei uns in Deutschland und in Europa. Kurzum: Sie haben Blut an ihren Händen.
Wir drängen seit Jahren darauf, die Revolutionsgarden als Terrororganisation in der EU zu listen. Ich begrüße ausdrücklich, dass die anderen EU-Mitgliedsstaaten nun unseren Argumenten gefolgt sind.
Für uns bleibt klar: Diejenigen, die für die brutale Niederschlagung der Proteste verantwortlich sind, ziehen wir zur Rechenschaft. Deswegen haben wir heute außerdem eine ganze Reihe von Personen, die politische Verantwortung tragen und die Justiz zur ständigen Unterdrückung missbrauchen, mit individuellen Sanktionen belegt. Auch ihre Verbrechen dürfen nicht unbeantwortet bleiben.“
Das Teheraner Regime demonstriert seine ganze Menschenverachtung, indem es das Kriegsgeschehen ausnutzt und immer mehr politische Gefangene ermorden lässt. Weltweit rufen Menschenrechtler zum verstärkten Einsatz auf, um die Hinrichtungen im Iran zu stoppen.
Inmitten des Krieges verschärft das iranische Regime die Unterdrückung und greift zu öffentlichen Hinrichtungen, um die Bevölkerung einzuschüchtern und weitere Proteste gegen die Diktatur zu verhindern. Menschenrechtler rufen zum verstärkten Einsatz gegen die Hinrichtungen im Iran auf, um das Leben der zum Tode verurteilten Gefangenen zu retten.
Die neuen Sanktionen richten sich gegen Personen und Organisationen, die eine Schlüsselrolle bei der Unterdrückung der Freiheitsproteste im Januar 2026 gespielt haben, wobei tausende Menschen ums Leben kamen. Dazu gehören u.a. der stellvertretende Innenminister Irans und verschiedene Befehlshaber der Revolutionsgarde, die unmittelbar an der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste beteiligt waren.