Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
0526-eu-parlament-500
30. November 2025

Unterdrückung im Iran: Christen in Bedrängnis

Verfolgte Christen brauchen Schutz und Hilfe: Die Christen im Iran sind in der Adventszeit verschärften Repressalien ausgesetzt. Wir rufen die Weltgemeinschaft auf, sich wirksam gegen die Christenverfolgung im Iran einzusetzen.

Unter Missachtung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen verschärft das Regime im Iran die Unterdrückung der christlichen Minderheit. Mit Razzien und willkürlichen Verhaftungen will das Regime verhindern, dass die Christen sich in Hauskirchen zu Gottesdiensten versammeln. Von der Verfolgung sind insbesondere ehemalige Muslime betroffen, die den christlichen Glauben angenommen haben.

1125-Christen-Haft-300

Die Christen Zahra Gholami (35) und Hossein Mohammadi (66) aus der nahe Teheran gelegenen Stadt Malard wurden im November inhaftiert, um ihre Haftstrafen zu verbüßen, zu denen sie allein wegen ihres christlichen Glaubens verurteilt worden waren.

Die beiden ehemaligen Muslime wurde erstmals im Dezember 2023 verhaftet, als sie sich mit anderen Christen zum Gottesdienst in einer Hauskirche versammelt hatten. Sie wurden in das Teheraner Evin-Gefängnis gebracht, nachdem ihre Wohnungen durchsucht und christliche Schriften beschlagnahmt worden waren. Nach zwei Monaten Gefangenschaft und zahlreichen Verhören wurden sie Mitte Februar 2024 gegen Zahlung von Kautionen vorläufig freigelassen. 

Im Juli 2024 wurden Zahra Gholami und Hossein Mohammadi von einem Regime-Gericht wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ zu jeweils zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Christenverfolgung im Iran 

Die iranische Justiz, die als Unterdrückungsinstrument des Regimes agiert, verfolgt Christen mit pauschalen Beschuldigungen wie „Propaganda gegen den Islam“ und „Gefährdung der Staatssicherheit“. Sie werden willkürlich verhaftet, gefoltert und zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie sich zu ihrem Glauben bekennen und mit anderen Christen in Hauskirchen zu Gottesdiensten zusammenkommen. 

Die wenigen persischsprachigen Kirchen, die es im Iran noch gibt, werden streng überwacht und dürfen weder Besucher noch neue Mitglieder aufnehmen. Die Kirchen ethnischer Minderheiten dürfen Gottesdienste nur in ihrer eigenen Sprache durchführen. Daher sind alle anderen persischsprachigen Christen, insbesondere ehemalige Muslime, die zum christlichen Glauben konvertiert sind, gezwungen, sich in ihren Wohnhäusern zum Gottesdienst zu treffen. Das Regime sieht solche Treffen jedoch als „Gefährdung der Staatssicherheit“ und verfolgt die Christen mit Schikanen, Razzien, Verhaftungen, Geld- und Gefängnisstrafen.

Wir rufen die Weltgemeinschaft auf, sich wirksam gegen die Christenverfolgung im Iran zu stellen. Alle Gefangenen, die allein deshalb in Haft sind, weil sie von ihrem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht haben, müssen freigelassen werden! 

mehr Informationen zur Verfolgung der religiösen Minderheiten im Iran



06. Juni 2026

Dringender Aufruf: Hinrichtung der iranischen Frauenrechtlerin Zahra Tabari stoppen!

Zahra Tabari wurde im Iran zum Tode verurteilt, weil sie sich standhaft für die Rechte der Frauen und Mädchen im Iran einsetzt und zum Widerstand gegen die islamistische Diktatur aufruft. Ihr droht unmittelbar die Hinrichtung.

30. Mai 2026

Repression im Iran: Regimekritischer Dichter in akuter Hinrichtungsgefahr

Hinrichtung stoppen! Vor kurzem wurde das gegen den iranischen Dichter und Umweltaktivisten Peyman Farahavar verhängte Todesurteil von der Regime-Justiz endgültig bestätigt. Damit droht dem politischen Gefangenen unmittelbar die Hinrichtung. Menschenrechtsgruppen rufen die internationale Gemeinschaft auf, dringend zu handeln, um die Hinrichtung zu verhindern.

23. Mai 2026

EU-Parlament fordert wirksame Maßnahmen gegen die Unterdrückung und die Hinrichtungen im Iran

Menschenrechtler begrüßen die neue Resolution des EU-Parlaments, in der einschneidende Strafmaßnahmen gegen das Teheraner Regime gefordert werden, darunter die Ausweitung der Sanktionen gegen Regime-Funktionäre und die Schließung der diplomatischen Vertretungen Irans, die mit transnationaler Repression in Verbindung stehen.


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken