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Hinrichtung stoppen! Vor kurzem wurde das gegen den iranischen Dichter und Umweltaktivisten Peyman Farahavar verhängte Todesurteil von der Regime-Justiz endgültig bestätigt. Damit droht dem politischen Gefangenen unmittelbar die Hinrichtung. Menschenrechtsgruppen rufen die internationale Gemeinschaft auf, dringend zu handeln, um die Hinrichtung zu verhindern.

Der 38-jährige Peyman Farahavar (Bild) wurde wegen seiner regimekritischen Gedichte inhaftiert und ist seit September 2024 im berüchtigten Lakan-Gefängnis in der nordiranischen Stadt Rasht in Gefangenschaft. Dort wurde der schwer gefoltert.
Im Mai 2025 wurde der Dichter von einem Regime-Gericht in Rasht zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde nach einem Willkürprozess aufgrund von konstruierten und fadenscheinigen Beschuldigungen gefällt. Nach der Bestätigung des Urteils im Mai 2026 ist der politische Gefangene in akuter Hinrichtungsgefahr.
Die Schriftstellervereinigung PEN Berlin hat das Todesurteil bereits im Mai 2025 scharf verurteilt. In einer Pressemitteilung vom 7. Mai 2025 hieß es u.a.:
„PEN Berlin ist zutiefst erschüttert über das Todesurteil gegen den Dichter Peyman Farahavar aus der Provinz Gilan im Iran. … In seinen politischen Gedichten setzt sich Peyman Farahavar für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit ein. Insbesondere kritisiert er die Abholzung der Wälder, illegale Landverkäufe und die Vertreibung lokaler Bauern aus der Provinz Gilan durch staatliche Maßnahmen.
»Das Todesurteil gegen einen Dichter, der nichts anderes getan hat, als Umweltzerstörung und Korruption anzuprangern, entlarvt den iranischen Machtapparat als das, was er ist: ein System organisierter Barbarei«, sagte PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel. … »Was im Iran geschieht, geht uns alle an. Das internationale Schweigen zu diesen Urteilen ermutigt das Regime in Teheran, weiterhin mit brutaler Härte gegen Dichter, Intellektuelle und andere Kritiker vorzugehen«, so Yücel weiter.
PEN Berlin appelliert an die neue Bundesregierung, mit allen diplomatischen Mitteln auf die iranische Regierung einzuwirken, um die Aufhebung des Todesurteils und die sofortige Freilassung von Peyman Farahavar zu bewirken.“
Menschenrechtler begrüßen die neue Resolution des EU-Parlaments, in der einschneidende Strafmaßnahmen gegen das Teheraner Regime gefordert werden, darunter die Ausweitung der Sanktionen gegen Regime-Funktionäre und die Schließung der diplomatischen Vertretungen Irans, die mit transnationaler Repression in Verbindung stehen.
Das Teheraner Regime übt durch zusätzliche Haftstrafen und andere Repressalien zunehmend Druck auf Frauen aus, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit und Menschenrechte in Gefangenschaft sind. Menschenrechtsgruppen rufen zu Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Gefangenen auf.
Volker Türk brachte sein Entsetzen darüber zum Ausdruck, dass die Rechte der iranischen Bevölkerung von den Machthabern weiterhin auf brutale Weise beschnitten werden.