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Zahra Tabari wurde im Iran zum Tode verurteilt, weil sie sich standhaft für die Rechte der Frauen und Mädchen im Iran einsetzt und zum Widerstand gegen die islamistische Diktatur aufruft. Ihr droht unmittelbar die Hinrichtung.

Menschenrechtler appellieren an die internationale Gemeinschaft, umgehend wirksam zu handeln, um die Hinrichtung der iranischen Frauenrechtlerin Zahra Tabari (Bild) zu verhindern und ihre Freilassung zu erreichen. Die Regime-Justiz im Iran hat das Todesurteil vor kurzem bestätigt. Somit ist die politische Gegangene in akuter Hinrichtungsgefahr.
Zahra Tabari wurde ursprünglich im Oktober 2025 in der nordiranischen Stadt Rasht zum Tode verurteilt. Die Ingenieurin, die ihr Studium u.a. in Schweden absolviert hat, setzt sich für die Rechte der Frauen und Mädchen im Iran ein. Sie hat mehrfach im Internet gegen die Unterdrückung und Diskriminierung der Frauen durch das islamistische Regime protestiert.
Im April 2025 wurde Zahra Tabari vom Regime-Geheimdienst aus ihrem Wohnhaus verschleppt. Nach monatelanger Isolationshaft und Folter folgte ein sog. „Gerichtsprozess“, der nur 10 Minuten dauerte und mit dem Todesurteil gegen die Frauenrechtlerin endete.
Zahra Tabari droht die Hinrichtung, weil sie die iranischen Frauen mit einem Stoffbanner mit der Aufschrift „Frau, Widerstand, Freiheit“ zum Widerstand gegen die Diktatur aufgerufen hat. Zurzeit ist sie im Lakan-Gefängnis in Rasht in Haft, das als Hinrichtungsstätte berüchtigt ist.

Auch im EU-Parlament setzen sich Abgeordnete für die Freilassung von Zahra Tabari ein.
Bereits im Dezember 2025 haben mehr als 400 prominente Frauen aus aller Welt mit einem offenen Brief gegen das Todesurteil protestiert und die sofortige Freilassung von Zahra Tabari gefordert. Zu den Unterzeichnerinnen des Briefes gehören ehemalige Präsidentinnen, Regierungschefinnen, UN-Sonderberichterstatterinnen, Frauenrechtsexpertinnen, Nobelpreisträgerinnen und Parlamentsabgeordnete aus 14 Ländern.

Der Fall Tabari sei bezeichnend für den „Terror“, dem die Frauen im Iran ausgesetzt seien, heißt es in dem Schreiben. Gemessen an der Bevölkerungszahl weise der Iran „weltweit die höchste Zahl an Hinrichtungen von Frauen“ auf.
In dem offenen Brief wird darauf hingewiesen, dass die iranischen Frauen weiterhin an der Spitze der Widerstandsbewegung gegen die Diktatur stehen. Weltweit sollten die Regierungen die Iranerinnen in ihrem Einsatz für Demokratie, Gleichberechtigung und Freiheit unterstützen.
Ebenfalls im Dezember 2025 veröffentlichten acht unabhängige Menschenrechtsexperten der UNO eine gemeinsame Erklärung, in der sie das Teheraner Regime aufforderten, die Hinrichtung unverzüglich zu stoppen. Der Fall Tabari zeige „ein Muster schwerwiegender Verstöße gegen internationale Menschenrechtsgesetze in Bezug auf Garantien für faire Gerichtsverfahren sowie die unrechtmäßige Anwendung der Todesstrafe für weit gefasste und unklar definierte Verstöße gegen die nationale Sicherheit“, heißt es in der Erklärung.
Die Machthaber im Iran demonstrieren ihre extreme Frauenfeindlichkeit, indem sie immer mehr Frauen, die sich gegen die Diktatur stellen, zum Tode verurteilen. In keinem anderen Land wurden in den letzten Jahren so viele Frauen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wie im Iran.
In einem Protestaufruf fordern Kirchenvertreter aus mehreren Ländern das Ende der Hinrichtungen und Schutz für religiöse Minderheiten im Iran. Dazu erklärte die deutsche Theologin Margot Käßmann: "Mir liegt daran, die Menschen im Iran sichtbar und hörbar zu machen. Sie leiden seit Jahrzehnten unter einem Terrorregime, das Religion missbraucht und die Religions-, Gewissens- und Meinungsfreiheit massiv einschränkt."
Christenverfolgung stoppen! Menschenrechtler fordern wirksamen Einsatz der Weltgemeinschaft für die sofortige Freilassung der Gefangenen, die im Iran aufgrund ihrer Überzeugungen oder religiösen Aktivitäten inhaftiert wurden.