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Verfolgte Christen brauchen Schutz und Hilfe: Die Christen im Iran sind in der Adventszeit verschärften Repressalien ausgesetzt. Wir rufen die Weltgemeinschaft auf, sich wirksam gegen die Christenverfolgung im Iran einzusetzen.
Unter Missachtung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen verschärft das Regime im Iran die Unterdrückung der christlichen Minderheit. Mit Razzien und willkürlichen Verhaftungen will das Regime verhindern, dass die Christen sich in Hauskirchen zu Gottesdiensten versammeln. Von der Verfolgung sind insbesondere ehemalige Muslime betroffen, die den christlichen Glauben angenommen haben.

Die Christen Zahra Gholami (35) und Hossein Mohammadi (66) aus der nahe Teheran gelegenen Stadt Malard wurden im November inhaftiert, um ihre Haftstrafen zu verbüßen, zu denen sie allein wegen ihres christlichen Glaubens verurteilt worden waren.
Die beiden ehemaligen Muslime wurde erstmals im Dezember 2023 verhaftet, als sie sich mit anderen Christen zum Gottesdienst in einer Hauskirche versammelt hatten. Sie wurden in das Teheraner Evin-Gefängnis gebracht, nachdem ihre Wohnungen durchsucht und christliche Schriften beschlagnahmt worden waren. Nach zwei Monaten Gefangenschaft und zahlreichen Verhören wurden sie Mitte Februar 2024 gegen Zahlung von Kautionen vorläufig freigelassen.
Im Juli 2024 wurden Zahra Gholami und Hossein Mohammadi von einem Regime-Gericht wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ zu jeweils zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Die iranische Justiz, die als Unterdrückungsinstrument des Regimes agiert, verfolgt Christen mit pauschalen Beschuldigungen wie „Propaganda gegen den Islam“ und „Gefährdung der Staatssicherheit“. Sie werden willkürlich verhaftet, gefoltert und zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie sich zu ihrem Glauben bekennen und mit anderen Christen in Hauskirchen zu Gottesdiensten zusammenkommen.
Die wenigen persischsprachigen Kirchen, die es im Iran noch gibt, werden streng überwacht und dürfen weder Besucher noch neue Mitglieder aufnehmen. Die Kirchen ethnischer Minderheiten dürfen Gottesdienste nur in ihrer eigenen Sprache durchführen. Daher sind alle anderen persischsprachigen Christen, insbesondere ehemalige Muslime, die zum christlichen Glauben konvertiert sind, gezwungen, sich in ihren Wohnhäusern zum Gottesdienst zu treffen. Das Regime sieht solche Treffen jedoch als „Gefährdung der Staatssicherheit“ und verfolgt die Christen mit Schikanen, Razzien, Verhaftungen, Geld- und Gefängnisstrafen.
Wir rufen die Weltgemeinschaft auf, sich wirksam gegen die Christenverfolgung im Iran zu stellen. Alle Gefangenen, die allein deshalb in Haft sind, weil sie von ihrem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht haben, müssen freigelassen werden!
mehr Informationen zur Verfolgung der religiösen Minderheiten im Iran
Die Grausamkeit des Regimes im Iran macht auch vor Krankenhäusern, Ärzten und verletzten Patienten nicht Halt. Die Weltgesundheitsorganisation und der Weltärztebund protestieren: "Diese Praktiken stellen schwerwiegende Verstöße gegen die ethischen Grundprinzipien unseres Berufsstandes sowie gegen grundlegende Menschenrechte dar."
Neben der Einstufung der Revolutionsgarde als Terrororganisation, die eine entscheidende Maßnahme zur Schwächung des Unterdrückungsapparats des iranischen Regimes ist, hat die Europäische Union am 29. Januar weitere Strafmaßnahmen gegen Funktionäre und Institutionen beschossen, die daran beteiligt waren, die Freiheitsproteste im Iran niederzuschlagen.
Die Europäische Union hat das wichtigste Unterdrückungsorgan des iranischen Regimes am 29. Januar als Terrororganisation eingestuft. Menschenrechtsgruppen haben sich seit Jahren dafür eingesetzt und werten die nun erfolgte Terror-Listung der Revolutionsgarden als einen außerordentlich wichtigen Fortschritt beim Einsatz für die Menschenrechte im Iran.