Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
0826-Berlin-500
30. März 2022

Verfolgte Regimekritikerinnen im Iran brauchen Schutz!

Frauen, die im Bildungsbereich tätig sind und die Unterdrückungspolitik des Teheraner Regimes kritisieren, sind Repressalien und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Nach Angaben von Menschenrechtlern nimmt die Verfolgung von Frauen, die gegen die Gewaltherrschaft im Iran aufbegehren, zu. Davon sind auch Lehrerinnen in weiterführenden Schulen und Universitäten betroffen. Hier Beispiele:

Arezoo-Rahimkhani-120

Im März wurden die Hochschuldozentin Arezoo Rahimkhani (Bild) und ihr Ehemann Ramin Biranvand in der südwestiranischen Stadt Dezful zu jeweils einem Jahr Haft verurteilt. Die Regime-Justiz wirft ihnen „staatsfeindliche Propaganda“ vor. Der Grund: Sie haben Gräber von hingerichteten politischen Gefangenen besucht und damit ihren Protest gegen die Unterdrückung und die Hinrichtungen im Iran zum Ausdruck gebracht.

Das regimekritische Ehepaar wurde erstmals am 29. Juni 2021 nach einer Razzia in ihrem Haus festgenommen. Nach einem Monat Haft und Verhören kamen beide gegen Zahlung von Kautionen vorläufig auf freien Fuß. Arezoo Rahimkhani hat an der Freien Universität der Stadt Andimeshk unterrichtet, wurde jedoch im Januar 2022 wegen ihrer Regimekritik entlassen.

Nosrat Beheshti 240

Nosrat Beheshti (im Bild links während ihrer Krankenhausbehandlung)

Die Lehrerin Nosrat Beheshti, deren Haft zurzeit aus medizinischen Gründen unterbrochen ist, wurde von der Regime-Justiz aufgefordert, in das Gefängnis zurückzukehren, obwohl ihre Krankenhausbehandlung noch nicht abgeschlossen ist.

Nosrat Beheshti hat sich mit friedlichen Protesten für Menschenrechte und Demokratie im Iran engagiert. Zusammen mit 14 anderen Bürgerrechtlerinnen hat sie im Sommer 2019 einen offenen Brief unterzeichnet, in dem der Regime-Führer Khamenei zum Rücktritt aufgefordert wird. Sie hat sich auch an Kundgebungen von Lehrerinnen und Lehrern beteiligt, die soziale Gerechtigkeit und das Ende der Unterdrückung an den Schulen fordern. Wegen ihres Einsatzes gegen die Diktatur war Nosrat Beheshti bereits 2019 in Haft.

Am 4. August 2021 wurde die Lehrerin erneut festgenommen und im Vakilabad-Gefängnis der nordostiranischen Provinzhauptstadt Mashhad inhaftiert. Im November 2021 wurde sie wegen „Propaganda gegen das Regime und Gefährdung der Staatssicherheit“ zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Wegen schwerer gesundheitlicher Probleme wurde Nosrat Beheshti am 9. März eine Haftunterbrechung von einem Monat gewährt. Sie hat sich in einem Krankenhaus einer Behandlung wegen ihres Nierenleidens unterzogen, die noch nicht abgeschlossen ist. Trotzdem wurde ihre vorzeitige Rückkehr in das Gefängnis angeordnet.

Menschenrechtler rufen die Weltgemeinschaft auf, sich für die verfolgten und inhaftieren Regimekritikerinnen im Iran einzusetzen. Alle Gefangenen, die in Haft sind, weil sie von ihren Menschenrechten auf Meinungs- und Redefreiheit Gebrauch gemacht und Kritik an der Gewaltherrschaft im Iran geübt haben, müssen sofort freigelassen werden.

mehr zu den Repressalien gegen regimekritische Lehrerinnen und Lehrer im Iran



23. August 2026

Regime-Terror gegen die Bevölkerung im Iran: 21-jähriger Demonstrant hingerichtet

Das iranische Regime verschärft die Unterdrückung und greift zu Hinrichtungen, um die Bevölkerung einzuschüchtern und weitere Proteste gegen die Diktatur zu verhindern. Menschenrechtler rufen zum verstärkten Einsatz gegen die Hinrichtungen im Iran auf, um das Leben der zum Tode verurteilten Gefangenen zu retten.

15. August 2026

Wichtiger Erfolg: Mehr als 30 Staaten fordern das sofortige Ende der Hinrichtungen im Iran

Die internationale Kampagne von Menschenrechtsgruppen zeigt Wirkung: Deutschland und 31 weitere Staaten verurteilen die Hinrichtungen von Demonstranten und die Anwendung der Todesstrafe im Iran aufs Schärfste.

10. August 2026

UN-Menschenrechtskommissar: Die Hinrichtungen im Iran müssen aufhören!

Volker Türk zur Lage im Iran: "Mehrere Hinrichtungen wurden öffentlich vollstreckt. Einige fanden nur wenige Wochen nach der Festnahme statt. Zwölf Angeklagte wurden Berichten zufolge nach einer einzigen, dreistündigen Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum Tode verurteilt."


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken