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Das Teheraner Regime verschärft die Unterdrückung der Zivilgesellschaft. Eine Mutter wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie Gerechtigkeit für ihre ermordete Tochter fordert.
Im Laufe der letzten Jahre wurden im Iran tausende Menschen wegen ihres Einsatzes für Freiheit und Demokratie von Regimetruppen getötet, verwundet oder in die Gefängnisse verschleppt. Familienangehörige der Opfer haben sich mit großem Mut zusammengeschlossen und fordern, dass die Regime-Gewalt aufgeklärt wird und die Verantwortlichen für Massentötungen, Hinrichtungen und Folter strafrechtlich zur Rechenschaft werden. Das Regime reagiert mit verschärfter Unterdrückung. Zunehmend werden Angehörige von Opfern vor Gericht gestellt und zu Haftstrafen verurteilt.
Ein Beispiel ist die Verurteilung der Lehrerin Tayyebeh Nazari, die im Juni in der nordostiranischen Stadt Mashhad mit fünf Jahren Gefängnis bestraft wurde, weil sie Gerechtigkeit für ihre ermordete Tochter fordert.

Tayyebeh Nazari mit ihrer Tochter Maryam, die nach Folterungen im Gefängnis starb.
Tayebeh Nazaris Tochter Maryam Arvin, eine junge Rechtsanwältin, hat während der Freiheitsproteste im Herbst 2022 festgenommene Demonstranten verteidigt und wurde aus diesem Grund selbst verhaftet. Kurz nach ihrer Freilassung starb sie an den Folgen der Folter, die sie im Gefängnis erlitten hatte.
Ihre Mutter fordert Gerechtigkeit für ihre Tochter und die anderen Opfer der Repression, indem sie zusammen mit anderen Hinterbliebenen im Internet Fälle von Regime-Gewalt bekanntmacht, strafrechtliche Ermittlungen gegen die Täter fordert und an Trauer-Veranstaltungen für Opfer der Unterdrückung teilnimmt. Aus diesem Grund wurde Tayyebeh Nazari wegen „Propaganda gegen den Staat“ und „Gefährdung der Staatssicherheit“ angeklagt und zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Menschenrechtler appellieren immer wieder an die internationale Gemeinschaft, die iranischen Opferfamilien zu unterstützen und auch die internationale Strafverfolgung der Völkerrechtsverbrechen des Teheraner Regimes durchzusetzen. Der Internationale Strafgerichtshof und auch nationale Gerichte sollten sich auf der Grundlage des Weltrechtsprinzips mit den schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran befassen.
Sechs Monate nach den Januar-Massakern an friedlichen Demonstranten im Iran appelliert Amnesty International erneut an die internationale Gemeinschaft und die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, sich für die internationale Strafverfolgung dieser Völkerrechtsverbrechen einzusetzen. Der Internationale Strafgerichtshof und auch deutsche Gerichte sollten sich mit den Menschenrechtsverletzungen im Iran befassen.
Die Machthaber im Iran gehören zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Das Teheraner Regime verschärft die Unterdrückung der christlichen Minderheit und verletzt damit das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Von der Repression sind insbesondere ehemalige Muslime betroffen, die den christlichen Glauben angenommen haben.
Die Machthaber im Iran demonstrieren ihre extreme Frauenfeindlichkeit, indem sie immer mehr Frauen, die sich gegen die Diktatur stellen, zum Tode verurteilen. In keinem anderen Land wurden in den letzten Jahren so viele Frauen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wie im Iran.