Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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17. Mai 2026

Iran: Repressalien gegen Menschenrechtsaktivistinnen in Gefangenschaft

Das Teheraner Regime übt durch zusätzliche Haftstrafen und andere Repressalien zunehmend Druck auf Frauen aus, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit und Menschenrechte in Gefangenschaft sind. Menschenrechtsgruppen rufen zu Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Gefangenen auf.

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Die Menschenrechtsaktivistin Forough Taghipour verbüßt zurzeit eine fünfjährige Haftstrafe im Teheraner Evin-Gefängnis, zu der sie verurteilt wurde, weil sie sich nachdrücklich gegen die islamistische Diktatur und für Demokratie einsetzt.

Die 31-jährige Buchhalterin wurde im Mai zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt, weil sie die iranische Bevölkerung in einem offenen Brief aufgerufen hat, ihren Einsatz für Freiheit und Menschenreche nicht aufzugeben. Zusätzlich wird die Gefangene immer wieder bestraft, indem ihr der Kontakt zu ihrer Familie verboten wird.

Forough Taghipour war in den vergangenen Jahren schon mehrfach in Gefangenschaft, darunter im Gharchak-Frauengefängnis, wo die Haftbedingungen menschenunwürdig und brutal sind.

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Die Frauenrechtlerin Varisha Moradi wurde im Mai zu zusätzlichen sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie in einem offenen Brief an die Massenproteste des Jahres 2022 erinnert hat. Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste durch Regime-Truppen hat hunderte Todesopfer gefordert.

Varisha Moradi ist Mitglied einer Vereinigung, die sich in den kurdisch-sprachigen Gebieten Irans für Frauenrechte einsetzt. Sie wurde im August 2023 festgenommen. In einem Gefängnis der nordwestiranischen Stadt Sanandaj wurde sie vom Regime-Geheimdienst brutal gefoltert und verhört. Danach wurde die Frauenrechtlerin in das Teheraner Evin-Gefängnis gebracht. Dort war sie über Monate in Isolationshaft und wurde weiter gefoltert, um sie zu zwingen, sich mit einem falschen Geständnis selbst zu belasten, was sie verweigert hat. 

Im November 2024 wurde Varisha Moradi in Teheran zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde Ende 2025 aufgehoben, und der Fall wurde an anderes Regime-Gericht überwiesen.

mehr zu den Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen im Iran



15. August 2026

Wichtiger Erfolg: Mehr als 30 Staaten fordern das sofortige Ende der Hinrichtungen im Iran

Die internationale Kampagne von Menschenrechtsgruppen zeigt Wirkung: Deutschland und 31 weitere Staaten verurteilen die Hinrichtungen von Demonstranten und die Anwendung der Todesstrafe im Iran aufs Schärfste.

10. August 2026

UN-Menschenrechtskommissar: Die Hinrichtungen im Iran müssen aufhören!

Volker Türk zur Lage im Iran: "Mehrere Hinrichtungen wurden öffentlich vollstreckt. Einige fanden nur wenige Wochen nach der Festnahme statt. Zwölf Angeklagte wurden Berichten zufolge nach einer einzigen, dreistündigen Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum Tode verurteilt."

02. August 2026

EU verhängt Strafmaßnahmen gegen Menschenrechtsverletzer im Iran, darunter gegen Richter, die für Todesurteile verantwortlich sind

Der Europäische Rat hat das iranische Regime erneut aufgefordert, die Gewalt und die Repressionen gegen seine eigene Bevölkerung einzustellen. Er forderte die Achtung der universellen Menschenrechte und Grundfreiheiten der iranischen Bevölkerung, einschließlich des Rechts, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden.


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