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Volker Türk fordert die sofortige Einstellung der Unterdrückung gegen friedliche Demonstranten und verlangt, dass die Verantwortlichen für die Niederschlagung der Proteste im Iran zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat sich entsetzt über die staatliche Gewalt im Iran gegen Protestierende mit Hunderten Toten und Tausenden Festnahmen geäußert. Die Regierenden und Behörden müssten sofort alle Formen der Gewalt und Unterdrückung gegen friedliche Demonstranten einstellen, verlangte Türk am 13. Januar in Genf. Der Zugang der Menschen zum Internet müsse wiederhergestellt werden.
Die iranischen Behörden versuchten, "mit brutaler Gewalt legitime Forderungen nach Veränderung zu unterdrücken", sagte Türk. Die Menschen hätten ein Recht darauf, dass ihre Forderungen gehört werden.
"Das Töten friedlicher Demonstranten muss aufhören, und die Stigmatisierung von Demonstranten als 'Terroristen', um Gewalt gegen sie zu rechtfertigen, ist inakzeptabel."
Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte
Weiter verlangte Volker Türk, dass die Verantwortlichen für die Regime-Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden müssten. Mehrere Krankenhäuser seien Berichten zufolge mit der Zahl der Opfer, darunter auch Kinder, überfordert. Außerdem seien Berichte äußerst besorgniserregend, nach denen die Justiz im Iran plane, verhaftete Protestierende im Schnellverfahren zum Tode zu verurteilen.
Weitere Informationen: Regime-Gardisten verüben Massaker an Demonstranten im Iran
Viele der mutigen Frauen, die bei der Volkserhebung im Januar gegen die Diktatur im Iran protestierten, haben ihren Einsatz für Freiheit mit ihrem Leben bezahlt. Die iranischen Frauen, die mehr denn je zur Zielscheibe brutalster Unterdrückung geworden sind, brauchen die Solidarität und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.
Die Grausamkeit des Regimes im Iran macht auch vor Krankenhäusern, Ärzten und verletzten Patienten nicht Halt. Die Weltgesundheitsorganisation und der Weltärztebund protestieren: "Diese Praktiken stellen schwerwiegende Verstöße gegen die ethischen Grundprinzipien unseres Berufsstandes sowie gegen grundlegende Menschenrechte dar."
Neben der Einstufung der Revolutionsgarde als Terrororganisation, die eine entscheidende Maßnahme zur Schwächung des Unterdrückungsapparats des iranischen Regimes ist, hat die Europäische Union am 29. Januar weitere Strafmaßnahmen gegen Funktionäre und Institutionen beschossen, die daran beteiligt waren, die Freiheitsproteste im Iran niederzuschlagen.