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Wir setzen uns mit einer internationalen Kampagne gegen die Hinrichtungen und für die Abschaffung der Todesstrafe im Iran ein. Die Todesstrafe ist eine grausame und unmenschliche Strafe. Sie verstößt gegen das Grundrecht des Menschen auf Leben und Würde. Für die Teheraner Diktatur sind Hinrichtungen ein Unterdrückungsinstrument, um weitere Bürgerproteste für Freiheit zu verhindern. Zahlreichen politischen Gefangenen droht die Hinrichtung.

In akuter Hinrichtungsgefahr befinden sich die Menschenrechtsaktivisten Behrouz Ehsani (69) und Mehdi Hassani (48). Sie wurden zum Tode verurteilt, weil sie sich für Freiheit und Demokratie im Iran einsetzen. Die beiden Familienväter wurden im Herbst 2022 im Zusammenhang mit den landesweiten Freiheitsprotesten verhaftet und sind seither in Gefangenschaft. Im Januar wurden sie in ein Gefängnis verlegt, wo die Todesurteile vollstreckt werden sollen.
In den letzten Wochen haben Menschenrechtsaktivisten und Exiliraner die Kampagne gegen die Hinrichtungen im Iran massiv verstärkt. In verschiedenen Ländern wird täglich mit Protestkundgebungen und Mahnwachen darauf aufmerksam gemacht, dass das Teheraner Regime immer mehr zu Hinrichtungen greift, um die Bevölkerung zu unterdrücken. Unter den zum Tode Verurteilten sind zunehmend politische Gefangene. Die Regierungen Europas werden aufgerufen, sich für die Aufhebung der Todesurteile und die Freilassung der Häftlinge einzusetzen.
Hier ein Blick auf einige dieser Initiativen:

Im Europäischen Parlament setzt sich eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten für die Rettung der im Iran zum Tode verurteilten politischen Gefangenen ein. Sie fordern eine dringende Intervention der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas, damit die Hinrichtungen gestoppt werden.

Über 300 namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, darunter Menschenrechtsexpertinnen und -Experten, ehem. Richter am Internationalen Strafgerichtshof, UN-Verantwortungsträger, kirchliche Würdenträger und Parlementsabgeordnete, haben den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte Volker Türk in einem gemeinsamen Schreiben aufgerufen, umgehend zu intervenieren, um die Hinrichtung der beiden Gefangenen Behrouz Ehsani und Mehdi Hassani zu verhindern.

Die Unterzeichner appellieren an den Menschenrechtskommissar, internationalen Druck auf das iranische Regime zu organisieren und den Zugang von unabhängigen Beobachtern zu verlangen, um die Fälle der zum Tode verurteilten Gefangenen zu untersuchen. Der Appell betont, dass die Weltgemeinschaft umgehend aktiv werden müsse, um die Hinrichtungen im Iran zu stoppen.

Mit Protestkundgebungen und Mahnwachen machen Menschenrechtler und Exiliraner immer wieder auf die Hinrichtungen im Iran aufmerksam und rufen die internationale Gemeinschaft zum Einsatz für die Rettung der Gefangenen auf.
Hier Bilder aus München, Hamburg, Heidelberg, Bern, Zürich und Genf:




Neben der Einstufung der Revolutionsgarde als Terrororganisation, die eine entscheidende Maßnahme zur Schwächung des Unterdrückungsapparats des iranischen Regimes ist, hat die Europäische Union am 29. Januar weitere Strafmaßnahmen gegen Funktionäre und Institutionen beschossen, die daran beteiligt waren, die Freiheitsproteste im Iran niederzuschlagen.
Die Europäische Union hat das wichtigste Unterdrückungsorgan des iranischen Regimes am 29. Januar als Terrororganisation eingestuft. Menschenrechtsgruppen haben sich seit Jahren dafür eingesetzt und werten die nun erfolgte Terror-Listung der Revolutionsgarden als einen außerordentlich wichtigen Fortschritt beim Einsatz für die Menschenrechte im Iran.
Europas größter Ärzteverband: "Der Marburger Bund fordert die iranischen Behörden auf, jede Einschüchterung von medizinischem Personal sofort zu beenden, den Schutz medizinischer Einrichtungen zu gewährleisten und die sichere Versorgung von Verletzten zu ermöglichen. Die internationale Gemeinschaft ist aufgerufen, diese schweren Verstöße nicht hinzunehmen und den Schutz von Patientinnen und Patienten sowie des medizinischen Personals konsequent einzufordern."