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Die Machthaber im Iran gehören zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Das Teheraner Regime verschärft die Unterdrückung der christlichen Minderheit und verletzt damit das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Von der Repression sind insbesondere ehemalige Muslime betroffen, die den christlichen Glauben angenommen haben.

Die Regime-Justiz in Teheran hat Ende Juni die hohen Haftstrafen bestätigt, zu denen vier iranische Christen im Dezember 2025 verurteilt worden waren. Die Verurteilten (im Bild v.l.n.r.) sind Nasser Navard Gol-Tapeh (10 Jahre Haft), das Ehepaar Joseph Shahbazian (10 Jahre Haft) und Lida Alexani (8 Jahre Haft) sowie Aida Najaflou (17 Jahre Haft).
Den Christen wurde von der Regime-Justiz „Propaganda gegen den Staat und Vergehen gegen die Staatssicherheit“ vorgeworfen, weil sie sich in Privathäusern mit anderen Christen zu Gottesdiensten getroffen haben und an ihrem Glauben festhalten.
Nasser Navard Gol-Tapeh und Joseph Shahbazian wurden im Februar 2025 verhaftet. Sie sind seither im Teheraner Evin-Gefängnis in Gefangenschaft. Die beiden Männer waren bereits mehrfach in Haft, weil sie auf ihrem Recht auf Religionsfreiheit bestehen. Lida Alexani wurde im April 2025 festgenommen und nach einem Monat gegen Zahlung einer Kaution vorläufig aus der Haft entlassen.
Aida Najaflou, Mutter zweier Kinder, wurde im Februar 2025 verhaftet. Im Trakt 209 des Evin-Gefängnisses, der dem Regime-Geheimdienst untersteht, war sie über mehrere Wochen Isolationshaft und Verhören ausgesetzt. Aida Najaflou leidet an einer rheumatischen Erkrankung. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich während der Gefangenschaft erheblich. Trotz starker Schmerzen wurde ihr die notwendige medizinische Versorgung von der Gefängnisbehörde verweigert. Schließlich wurde sie im Dezember 2025 gegen Zahlung einer Kaution vorläufig aus der Haft entlassen.
Nach der Bestätigung der Urteile müssen die beiden Christinnen in Kürze ihre Haftstrafen antreten.
Die christliche Minderheit im Iran ist seit dem Kriegsbeginn noch stärker von der Repression betroffen als bisher. Die Regime-Propaganda hetzt zunehmend gegen die Christen und diffamiert sie als „Kollaborateure des Westens“.
Der Unterdrückungsapparat des Regimes geht insbesondere gegen ehemalige Muslime vor, die den christlichen Glauben angenommen haben. Die von der EU als Terrororganisation eingestufte Revolutionsgarde ist zunehmend an Verhaftungen, gezielten Maßnahmen gegen die Verbreitung von Bibeln sowie Misshandlungen in den Gefängnissen beteiligt. Allein das gemeinsame Beten von Christen in Hauskirchen wird als „Gefährdung der Staatssicherheit“ bestraft.