Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
0126-protest-500
10. Januar 2026

Mutige Frauen im Widerstand gegen die Diktatur brauchen Schutz und Hilfe

Bei den Massenprotesten für Freiheit und Demokratie im Iran stehen Frauen in vorderster Reihe. Immer häufiger werden sie zur Zielscheibe brutaler Unterdrückung. Wir rufen zu Solidarität und Unterstützung für die Aktivistinnen der Freiheitsbewegung auf, die sich mit großem Mut gegen das frauenfeindliche Regime im Iran stellen.

0126-prot-frauen-400-1

Die Volkserhebung gegen die islamistische Diktatur im Iran weitet sich aus. In den letzten Tagen haben immer mehr Menschen in verschiedenen Großstädten des Landes gegen das Regime protestiert. Große Protestmärsche gab es unter anderem in den Millionenmetropolen Teheran und Mashhad. Aktivistinnen der Freiheitsbewegung spielen bei der Organisierung und Durchführung der Proteste eine entscheidende Rolle.

Die Machthaber im Iran demonstrieren ihre extreme Frauenfeindlichkeit, indem sie mit äußerster Brutalität gegen die Frauen vorgehen, die sich gegen die Diktatur stellen. In den letzten Jahrzehnten haben tausende Iranerinnen ihren Einsatz für Demokratie und Frauenrechte mit dem Leben bezahlt. In keinem anderen Land wurden so viele Frauen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wie im Iran. Auch bei den aktuellen Protesten werden Frauen zur Zielscheibe brutaler Repression. Hier Beispiele:

akram-150

Die 40-jährige Akram Peargazi (Bild), Mutter zweiter Töchter, wurde am 7. Januar bei einer friedlichen Protestkundgebung in Neyshabur (Nordost-Iran) von Regime-Gardisten in den Unterleib geschossen und starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus.

saghar-200

Die 22-jährige Saghar Etemadi (Bild) erlitt schwere Kopfverletzungen als Regime-Milizen in der Stadt Farsan (Westiran) mit Schrot-Gewehren auf Demonstranten schossen. Sie kämpft in einem Krankenhaus um ihr Leben.

Viele Studentinnen wirken aktiv an den Protesten mit. Deshalb werden Studentinnen-Wohnheime immer wieder von Regime-Gardisten gestürmt, mit dem Ziel, die Bewohnerinnen in die Gefängnisse zu verschleppen. Auch während der Protestkundgebungen werden zunehmend junge Frauen verhaftet. Hier Beispiele:

mashhad-400

Verhaftet in der nordostiranischen Provinzhauptstadt Mashhad: Yekta Dorzadeh, Hasti Karimi, Raheleh Zardkouhi und Elham Gharakhani (im Bild v.l.n.r.)

Haft Frauen-400

Verhaftet im West- und Südiran: Mahsa Zarei, Fariba Hosseini, Nahid Sahabi und Zahra Izadinia (im Bild v.l.n.r.)

Wir rufen zu Solidarität und Unterstützung für die Aktivistinnen der Freiheitsbewegung auf, die sich mit großem Mut gegen das frauenfeindliche Regime im Iran stellen.

  • Die Regime-Gewalt, die Massenverhaftungen, die Folter und die Hinrichtungen müssen gestoppt werden.
  • Die Freilassung aller verhafteten Demonstranten und politischen Gefangenen muss erreicht werden.
  • Den Verletzten und Gefolterten und den Familien der Getöteten muss geholfen werden. 
  • Durch massiven internationalen Druck auf die Machthaber im Iran muss das Ende der Unterdrückung erreicht werden.
  • Die demokratischen Länder müssen die Menschenrechte in den Mittelpunkt ihrer Iran-Politik stellen.

mehr Informationen zur Menschenrechtlage im Iran



07. Februar 2026

Frauenfeindliches Regime im Iran: Brutalste Gewalt gegen Aktivistinnen der Freiheitsbewegung

Viele der mutigen Frauen, die bei der Volkserhebung im Januar gegen die Diktatur im Iran protestierten, haben ihren Einsatz für Freiheit mit ihrem Leben bezahlt. Die iranischen Frauen, die mehr denn je zur Zielscheibe brutalster Unterdrückung geworden sind, brauchen die Solidarität und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.

03. Februar 2026

Weltgesundheitsorganisation (WHO) verurteilt Unterdrückung im Iran

Die Grausamkeit des Regimes im Iran macht auch vor Krankenhäusern, Ärzten und verletzten Patienten nicht Halt. Die Weltgesundheitsorganisation und der Weltärztebund protestieren: "Diese Praktiken stellen schwerwiegende Verstöße gegen die ethischen Grundprinzipien unseres Berufsstandes sowie gegen grundlegende Menschenrechte dar."

31. Januar 2026

EU beschließt wichtige Strafmaßnahmen gegen die Verantwortlichen für die Massaker an Demonstranten im Iran

Neben der Einstufung der Revolutionsgarde als Terrororganisation, die eine entscheidende Maßnahme zur Schwächung des Unterdrückungsapparats des iranischen Regimes ist, hat die Europäische Union am 29. Januar weitere Strafmaßnahmen gegen Funktionäre und Institutionen beschossen, die daran beteiligt waren, die Freiheitsproteste im Iran niederzuschlagen.


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken