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Das Teheraner Regime demonstriert seine extreme Frauenfeindlichkeit, indem es Aktivistinnen der Freiheitsbewegung grausam verfolgt und bestraft. Mutige Frauen brauchen Schutz und Hilfe: Wir fordern die Freilassung aller Gefangenen, die im Iran wegen ihres Einsatzes für Frauenrechte inhaftiert sind.

Die Frauenrechtlerin Maryam Abbasi-Nikou (44) und ihre Tochter Bita Shafii setzen sich gegen die Unterdrückung von Frauen und Mädchen im Iran ein, u.a. gegen den Schleierzwang. Wegen ihres Eintretens für Freiheit und Frauenrechte sind sie seit Jahren Verfolgung, Gefangenschaft und Folter ausgesetzt. Am 10. November wurde das Wohnhaus der Familie in der Stadt Shahinshahr (Zentraliran) erneut von Regime-Gardisten gestürmt, und Maryam Abbasi-Nikou wurde von ihnen an einen unbekannten Ort verschleppt.
Am 13. November wurde auch die 18-jährige Tochter Bita Shafii verhaftet. Der Familie werden jegliche Informationen verweigert, wo die beiden Frauen festgehalten werden. Sie sind in Gefahr, gewaltsamen Verhören und Folterungen ausgesetzt zu werden.
Im April 2023 hatte Bita Shafii gemeinsam mit anderen Schülerinnen gegen die Giftgasanschläge protestiert, mit denen Mädchenschulen im Iran monatelang angegriffen wurden. Daraufhin wurde Bita verhaftet, im Gefängnis misshandelt und schließlich vorläufig freigelassen. Damals hat Maryam Abbasi-Nikou im Internet zum Protest gegen die Verhaftung und Misshandlung ihrer Tochter aufgerufen. Aus diesem Grund wurde sie Ende Juni 2023 vom Geheimdienst des Regimes im Dowlatabad-Gefängnis von Isfahan inhaftiert und wegen angeblicher „Blasphemie“ angeklagt. Erst nach mehreren Monaten Gefangenschaft kam sie vorläufig aus der Haft frei.
Die Machthaber im Iran gehen mit äußerster Brutalität gegen die Frauen vor, die sich gegen die Diktatur stellen. In den letzten Jahrzehnten haben tausende Iranerinnen ihren Einsatz für Demokratie und Frauenrechte mit dem Leben bezahlt. In keinem anderen Land wurden so viele Frauen inhaftiert, gefoltert und hingerichtet wie im Iran. Das Regime demonstriert seine extreme Frauenfeindlichkeit, indem es Aktivistinnen der Freiheitsbewegung grausam verfolgt und bestraft. Wir fordern die Freilassung aller Gefangenen, die im Iran wegen ihres Einsatzes für Frauenrechte inhaftiert sind.
Menschenrechtler bezeichnen die Massaker an Demonstrierenden im Iran als Völkermord und fordern die UN-Mitgliedsstaaten auf, unverzüglich Ermittlungen und Strafverfolgungen gegen die verantwortlichen Regime-Funktionäre einzuleiten, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.
"Die Notaufnahmen sind voller Blut. Die Leichenhallen sind überfüllt. Das Regime hat jegliche Zurückhaltung aufgegeben. Ziel ist nicht mehr die Auflösung von Demonstrationen, sondern die Tötung von Protestierenden."
Erschreckende Grausamkeit: Zivilbevölkerung unter Beschuss - Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Bewaffnete Regime-Gardisten greifen Krankenhäuser an